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Blütenpollen – 100 g
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Kamilleblüten (getrocknet) – 25 g
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Sommertraum Blütenmix – 20 g
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AusverkauftLöwenzahnblüten – 30 g
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Schildsittiche: Die sanften Flieger mit dem leuchtenden Kontrast
Der Schildsittich (Polytelis swainsonii), in seiner Heimat Australien auch als „Superb Parrot“ bekannt, macht seinem Namen alle Ehre. Mit seinem schlanken, eleganten Körperbau und dem leuchtend grünen Gefieder wirkt er fast wie eine kleine Ausgabe eines Edelsittichs. Das Männchen trägt zudem eine markante, sonnengelbe Maske und ein namensgebendes, leuchtend rotes Halsband – das „Schild“. Schildsittiche gehören zur Gattung der Prachtsittiche und zeichnen sich durch ein außergewöhnlich friedliches und angenehmes Wesen aus.
Anders als viele andere Sitticharten sind Schildsittiche sehr verträglich und weniger lautstark, was sie zu wunderbaren Bewohnern für Liebhaber macht, die eine harmonische Atmosphäre schätzen. Sie sind exzellente Flieger, die mit ihrer Anmut und ihrem ruhigen Charakter schnell das Herz ihrer Halter erobern.
Die Ernährung: Energie für Langstreckenflieger
In der australischen Natur bewohnen Schildsittiche vor allem die lichten Eukalyptuswälder entlang der Flussläufe. Sie sind dafür bekannt, auf der Suche nach Nahrung weite Strecken zurückzulegen. Ein hochwertiges Futter für Schildsittiche muss diesen Stoffwechsel unterstützen, ohne zu schwer zu sein. Da sie in der Natur viele Blütennektare, Pollen und Grassamen aufnehmen, sollte ihre Kost sehr abwechslungsreich gestaltet werden.
Wichtige Säulen ihrer Ernährung sind:
- Blüten, Beeren und Kräuter: Schildsittiche lieben getrocknete oder frische Blüten (z. B. Löwenzahn oder Kamille). Diese liefern wichtige sekundäre Pflanzenstoffe.
- Halbreife Saaten und Grassamen: Eine Mischung mit einem hohen Anteil an verschiedenen Hirsesorten und Grassamen entspricht ihrem natürlichen Pickverhalten.
- Frischkost: Besonders beliebt sind Äpfel, Beeren und grünes Blattgemüse wie Vogelmiere oder Spinat.
Ein kleiner Tipp für die Gesundheit: Achtet darauf, fetthaltige Saaten wie Sonnenblumenkerne nur sehr sparsam zu geben. Da Schildsittiche in Gefangenschaft bei zu wenig Bewegung schnell zu Fettpolstern neigen, ist eine ballaststoffreiche Mischung entscheidend.
Spezifische Krankheiten und Vorsorge
Schildsittiche gelten als recht widerstandsfähig, doch ihre Biologie birgt spezifische Risiken. Wie alle Vertreter der Gattung Polytelis reagieren sie empfindlich auf eine feuchte und kalte Umgebung. Die größte Gefahr für ihre Gesundheit ist die Aspergillose. Diese Pilzerkrankung der Atemwege entsteht oft durch staubiges Futter oder eine zu geringe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Achtet daher auf ein extrem staubarmes Papageienfutter und eine gute Belüftung.
Ein weiteres Thema ist die Anfälligkeit für Augeninfektionen und Psittacose. Da sie sehr neugierig sind und viel am Boden oder an frischen Zweigen untersuchen, können sie Krankheitserreger leicht aufnehmen. Ein starkes Immunsystem, unterstützt durch eine vitaminreiche Ernährung (insbesondere Vitamin A für die Schleimhäute), ist hier die beste Prävention. Achtet zudem auf ein glänzendes Gefieder – stumpfe Federn sind bei dieser Art oft das erste Anzeichen für eine schleichende Stoffwechselstörung.
Artgerechte Haltung: Platz für weite Schwingen
Der Schildsittich ist ein Langstreckenflieger. Ihn in einem Käfig zu halten, wäre ein großer Fehler, da er dort verkümmert. Laut den deutschen Mindestanforderungen für die Haltung von Papageien benötigt ein Paar eine Voliere mit einer Mindestlänge von 4,00 m bei einer Breite von 1,00 m und einer Höhe von 2,00 m. Diese Länge ist entscheidend, damit die Vögel ihre Flugmuskulatur erhalten und ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können.
Für ein glückliches Leben sind folgende Faktoren wichtig:
- Paar- oder Gruppenhaltung: Schildsittiche sind sehr gesellig. In der Natur leben sie oft in kleinen Trupps. Eine Haltung von mindestens zwei Tieren ist daher Pflicht, aber auch die Haltung in einer kleinen Gruppe in einer entsprechend großen Voliere ist bei dieser friedlichen Art meist problemlos möglich.
- Beschäftigung: Ihr Nagetrieb ist im Vergleich zu anderen Arten eher moderat, dennoch lieben sie es, frische Knospen und Rinde von Weiden- oder Obstbaumzweigen zu schälen. Papageienspielzeug zum Schreddern aus Naturmaterialien hilft ihnen, den Schnabel gesund zu halten.
Fazit
Der Schildsittich ist ein eleganter, sanfter und farbenprächtiger Gefährte für alle, die den Platz für eine großzügige Flugvoliere bieten können. Wenn ihr auf eine fettarme, vitaminreiche Ernährung achtet und den Vögeln die nötige Flugfreiheit schenkt, werdet ihr mit ihrer ruhigen und zutraulichen Art reich belohnt.



