Wenn überall in der Voliere kleine Federchen fliegen und eure Sittiche oder Papageien plötzlich etwas zerzaust aussehen, ist es wieder so weit: Die Mauser steht an. Für die Vögel ist dies ein enormer Kraftakt, bei dem der gesamte Stoffwechsel auf Hochtouren läuft, um Tausende von Federn zu ersetzen. In dieser Zeit wird der Körper bis an seine Grenzen belastet, da der „Neubau“ eines Federkleids Unmengen an Energie und spezifischen Baustoffen verschlingt.
Wann und warum mausern Vögel überhaupt?
In der Natur ist die Mauser strategisch perfekt geplant. Die meisten Sittiche und Papageien wechseln ihr Gefieder nach der kräftezehrenden Brutzeit oder vor dem Wechsel der Jahreszeiten. Das Ziel ist klar: Ein intaktes Gefieder ist lebensnotwendig für die Flugfähigkeit und die Temperaturregulierung. Bei uns in der Wohnungshaltung ist dieser Rhythmus oft etwas verschoben, da künstliches Licht und gleichbleibende Temperaturen den biologischen Kalender beeinflussen.
In der Regel erleben eure Vögel ein- bis zweimal im Jahr eine Hauptmauser, die mehrere Wochen dauern kann. Dabei fallen die Federn nie alle gleichzeitig aus – die Natur sorgt dafür, dass die Vögel (bis auf wenige Ausnahmen) immer flugfähig bleiben. Dennoch bemerkt ihr in dieser Zeit oft eine Wesensveränderung: Die Tiere sind ruhiger, schläfriger und manchmal etwas „gnatzig“, da das Wachstum der neuen Federkiele Juckreiz oder sogar leichte Schmerzen verursachen kann.
Hochwertige Baustoffe für neue Federn
Da Federn fast vollständig aus dem Protein Keratin bestehen, steigt der Bedarf an speziellen Aminosäuren sprunghaft an. Aber auch Vitamine und Mineralien sind nun entscheidend, damit die neuen Federkiele stabil, glänzend und ohne Fehlbildungen nachwachsen. In unserem Sortiment findet ihr hierfür gezielte Unterstützung: Ergänzungen wie Nekton-Biotin sind speziell darauf ausgerichtet, die Federbildung zu fördern und Hautirritationen während des Durchbruchs der Kiele zu mindern. Auch Klassiker wie Nekton-S oder unsere hauseigene Rico’s Kräuter-Mischung liefern die nötigen Vitalstoffe, um das Immunsystem zu stärken.
Hilfe aus dem Garten und dem Supermarkt
Doch nicht nur Zusätze helfen – auch die Natur bietet wunderbare Unterstützung. Frische Gurke aus dem Supermarkt ist zum Beispiel eine hervorragende Quelle für natürliche Kieselsäure, die für die Federstruktur unerlässlich ist.
Diese natürlichen Helfer unterstützen den Federwechsel:
- Frische Gurke: Liefert wertvolle Feuchtigkeit und Kieselsäure für elastische Federn.
- Vogelmiere & Löwenzahn: Diese Wildkräuter stecken voller Mineralien. Falls ihr keinen Garten habt, führen wir diese Kräuter auch in hochwertiger, getrockneter Form.
- Karotten: Das enthaltene Beta-Carotin ist ein wichtiger Baustein für eine kräftige Pigmentierung.
Wellness, Licht und Ruhe im Alltag
Um das Wohlbefinden abzurunden, hilft oft ein einfaches „Wellness-Programm“. Die trockene Heizungsluft in unseren Wohnräumen macht den Vögeln oft zu schaffen, wenn die neuen Kiele durch die Haut brechen. Neben der Ernährung spielt auch das Licht eine große Rolle: UV-Licht (durch spezielle Bird-Lamps) hilft den Vögeln, Vitamin D3 zu bilden, was wiederum für die Kalziumaufnahme und somit für die Stabilität der Federkiele wichtig ist.
Ein Bad in lauwarmem Kamillentee kann den Juckreiz lindern und die Federhülsen geschmeidig machen. Achtet zudem darauf, dass eure Papageien und Sittiche in dieser Zeit mehr Ruhephasen bekommen. Da der Körper Höchstleistungen erbringt, ist ein früherer „Zapfenstreich“ und weniger Trubel im Zimmer oft genau das, was sie jetzt brauchen. Mit dieser Kombination aus hochwertigen Zusätzen, natürlichen Kräutern und ein wenig zusätzlicher Pflege helft ihr euren Lieblingen, diese anstrengende Zeit gesund zu überstehen, bis sie schließlich wieder in neuem Glanz erstrahlen